Kurz und prägnant – Wie sich der Unternehmenswert steigern lässt

Spätestens mit den ersten Überlegungen bezüglich eines möglichen Firmenverkaufs kommt die Frage auf: Wie viel ist das Unternehmen überhaupt Wert?
Dies ist der Punkt, an dem sich die Meinungen und Ansätze scheiden. Immerhin sieht ein Investor den Unternehmenskauf als Möglichkeit an, viel Geld zu verdienen im Gegensatz zum Unternehmer, der sich meist mit dem Verkauf seines Unternehmens im Alter absichern möchten.

Folgend werden wir 4 Möglichkeiten zeigen, welche als Stellschraube zur Beeinflussung der Bewertung führen, unter Berücksichtigung von harten und insbesondere weichen Faktoren, welche nicht quantifizierbar sind, dafür jedoch Schlüsse über Unternehmensentwicklungen zulassen.

Abhängigkeit reduzieren

Die Abhängigkeit des Erfolgs eines Unternehmens vom Unternehmer ist maßgeblich für die Bewertung. Vor allem bei der externen Unternehmensnachfolge gilt es diese Abhängigkeit so weit als möglich zu reduzieren. Denn vorrangig in kleinen oder mittelständischen Betrieben kommt es häufig vor, dass der Erfolg mit dem Eigentümer steht und fällt. Deshalb muss sich die Frage gestellt werden: In wie fern könnten Mitarbeiter, wie auch Kunden abwandern? Wie verhalten sich die Unternehmensumsätze und wie stark ist das Wissen beim Eigentümer gebündelt? Je stärker die Abhängigkeit, desto stärker nimmt die Bewertung ab.
Ein Einlenken ist jedoch möglich: 1. Durch verstärkte Übertragung von Verantwortung auf die Mitarbeiter, 2. Wissen im Unternehmen weitergeben und frei zugänglich machen und 3. eine zweite Führungsebene schaffen.

Beziehungen stärken

Investoren werden sich vor dem Unternehmenskauf so gut wie möglich absichern, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund sollte man seine Top-Kunden im Hinterkopf haben, in welcher Höhe sie zum Umsatz beitragen und, ob Verträge mit ihnen vorliegen. So lassen sich Investoren besänftigen und gleichzeitig eine der Hauptressourcen, nämlich der Kunde, an das Unternehmen binden.
Möglichkeiten hier unterstützend tätig zu werden sind 1. die aktive Pflege von Kundenbeziehungen, 2. den Kundenkontakt zu Mitarbeitern delegieren und 3. Kunden durch Verträge an sich binden.

Jedoch gilt es nicht nur die Kunden an sich zu binden, denn Mitarbeiter sind und bleiben die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Dieses Wissen haben auch Investoren und deswegen tätigen Sie Unternehmenskäufe, um gezielt qualifizierte Mitarbeiter und Wissen für sich zu gewinnen. Hinzu kommt, dass der Fachkräftemangel in Deutschland immer gravierender wird, wodurch es einen besonders hohen Stellenwert hat, Mitarbeiter und besonders jene die nicht ersetzbar sind im Unternehmen zu halten und stetig fortzubilden.
Deswegen sollten 1. Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter getätigt, 2. Mitarbeiter durch Förderungen, monetäre und nicht-monetäre Anreize motiviert und 3. langfristige Verträge mit den Mitarbeitern geschlossen werden.

Abläufe und Kommunikationswege festhalten

Geschäftsaktivitäten und Zuständigkeitsbereiche sind in kleineren Unternehmen meist bekannt und werden deswegen auf Zuruf koordiniert. Problematisch wird dies, wenn ein Betriebsfremder oder neuer Mitarbeiter hinzustößt. Denn diese können die Prozesse meist nicht nachvollziehen und sich somit auch kein Bild von den Prozessen machen. Der Knackpunkt ist jedoch, dass ein Kaufinteressent einen Betrieb in Gänze verstehen möchte. Aus diesem Grund sollten 1. Organigramme erstellt, 2. Verantwortlichkeitsbereiche festgelegt und 3. Abläufe skizziert und somit Transparenz geschaffen werden.

Entwicklung einer Strategie

Ein Unternehmensverkauf stellt auch immer den Verkauf einer Vision dar. Denn der Kaufinteressent möchte das forcierte Unternehmen nicht im status quo belassen, sondern umstrukturieren, effizienter gestalten, weiterentwickeln. Damit der Investor eine Vorstellung bekommt, welches Potential in dem Kaufobjekt steckt, ist es wichtig, dies in einer langfristig orientierten Strategie darzustellen und die folgenden Meilensteine und Abschnitte klar kommunizieren zu können. Dafür ist es vornehmlich von Relevanz, dass 1. Strategien entwickelt werden, 2. Potentiale aufgedeckt und kommuniziert werden und 3. die daraus resultierenden Perspektiven aufgezeigt und vermittelt werden können.

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